Mir verstehn de Welt nich mehr. Da kriecht man am Samstag een Punkt jeschenkt, um diesen am Sonntag mit beeden Händen wieder zurück zu schenken. Unglaublich.
Stop.
An dieser Stelle wird ausgesetzt, um nicht zwei Seiten Ungläubigkeit, Unverständnis, Unvermögen und weitere Unwörter auszudrücken, bevor der eigentliche Bericht losgeht.
Fangen wir
nochmals an:
Am Samstag
den 28.1. feierten meine Eltern Silberhochzeit, ein freudiges
Ereignis, was nur die Dresdner etwas in ihrer Vorbereitung irritiert
haben dürfte. Ein für uns goldenes Händchen bewies
nicht nur Weuni, sondern auch Dierk Seifert, seines Zeichens ML des
DSC, wodurch es zur entscheidenden Partie am achten Brett zwischen
Florian Brüggemann und Dr. Dirk Jordan kam. Doch neben Dr. Dirk
hatten auch die Ebersbacher Gastgeschenke in petto, der Sponsor, die
LÖBAUER BRAUEREI, lässt Sachsen-Anhalt freundlich grüßen.
Da ich nun Samstag nicht anwesend war, kann ich nicht viele Worte
über das Geschehen machen. Der SVE kam deutlich gegen die alten
Hasen der Rochade unter die Räder, was, wie sich aber später
rausstellte, nur ein Täuschungsmanöver war, um gegen die
jungen Hasen die Punkte einzusacken.
Die
Meinungen über unser vier zu vier gingen auseinander. Nach
Siegen von Effi gegen GM Uhlmann, Flash (siehe Sprüche) und
Robert O (auch Sprüche) sah es nach 5 h nach einem souveränen
Sieg für die Dresdner aus, da die Bretter 4-7 durchzogen und AEM
mit 3:4 hinten lag. Und so musste die Entscheidung an Brett acht
fallen, ob Remis oder Niederlage das Ergebnis des Sonnabends
(inzwischen ging es auf den Schluss der sechsten und letzten Stunde
Spielzeit zu) werden würde. Die Kohlen aus dem Feuer holen
musste … Dr. Jordan. Zwar bot Florian Remis und reklamierte
auf 50-Züge-Regel. Aber alles vergebens. Es waren noch keine 50
Züge ohne Bauernzug, Schlagfall usw. gespielt. Bis es Flori dann
gelang, doch eine Leichtfigur des Gegners zu schlagen. Aber selbst da
hatte, laut Kommentar aus dem Dresdner Lager, die Stellung die
Remisbreite noch nicht verlassen. Für uns glücklicherweise,
fand auch die letzte Rettung kein Gehör und Flori konnte den
Punkt nach Hause tragen. 4:4.
Puh.
Am Sonntag dann ein 8 Punkte Spiel. Leider holten wir nur drei. In vermeintlich stärkster Aufstellung der Saison (schlage im Übrigen eine Streichung in der Phrase „bester Ersatzmann der Liga“ vor) gelang es uns nicht, trotz unerwarteten Fehlens des Spitzenbretts der Ebersbacher, viel Anständiges auf die Bretter zu bekommen. Einzige Ausnahme einmal mehr Robert O, dessen Klagen ob seiner vielen Schwarzeinsätze ab nun kein Gehör mehr finden werden. Und Dschenja, ok, gewann auch. Ansonsten blieben die Stellungen gleich oder schlechter, nur Dr. Quist hätte wohl noch etwas dazupacken können, aber es war nicht sein Tag. Nachdem abermals vier Nullen zu Buche standen, gab es noch zwei klärende Remis des Vaati und durch Meister Zumpe, aber beides ebenfalls aus einer Position der Stärke heraus. Ja, nach dem vorherigen Tag waren die Sachsen vorsichtiger geworden. Also 3:5. Und die Gewissheit, dass der SV EBERSCHBACH die vielen, vielen Kilometer nicht umsonst gefahren ist.
Die durch meinen persönlichen Verlust erkaufte Rückfahrt brachte noch viel Aufschlussreiches aus dem Leben des oberlausitzer Schachvereins.
Wie sollte
es auch anders sein:
Heute am
Montag klingelte in meiner WG das Telefon. Leider war ich nicht
anwesend, so dass mein WG-Partner die Ehre hatte, die Glückwünsche
für den Punktgewinn gegen Dresden aus Bangkok entgegen zu
nehmen. Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass das der Grund für
den Anruf war. Auf jeden Fall werde ich diese Woche nicht mehr ans
Telefon gehen. Äh, ich muss lernen.
"Bei
Flash habe ich überhaupt nichts verstanden, das war eine total
komische Partie. Und irgendwann hatte er gewonnen!"
Effi
über Flash Samstag-Partie
"Das
war eine geniale Partie, meine beste in der Saison!"
Flash
über seine Samstag-Partie
"Er
dachte die ganze Zeit, dass er klar besser steht. Und auf einmal war
er Matt!"
Robert
O über seinen Gegner, man ahnt es, Sebastian Eichner, der einen
noch größeren Optimismus bei der Bewertung seiner
Stellungen an den Tag legt, als ich!
[Es war noch extremer: Er dachte, er stand fast die ganze Zeit
auf Gewinn!]
"Wie,
das hast Du verloren?"
Sebastian
E.s Kommentar zu Dirk Wegener in der Analyse nach Flash Qualleopfer,
wonach Dirks übrig gebliebener Läufer anscheinend macht-
und wehrlos gegen die Übermacht weißer Bauern war.
Sebastians Patriotismus war ungebrochen.
"Warum
heißt der Zumpe eigentlich `Zumpe'?"
Keine
Ahnung, der hieß schon so, als ich dazukam!
Muckl,
von Nudel interviewt!
"Zumpe,
warum heißt Du eigentlich `Zumpe'?"
Das
heißt so etwas wie Prost auf Bulgarisch!
Nudel
im Frontalangriff: als hätte er die Antwort nicht schon erahnen
können.
"Du
wirst nicht lange auf die Mail warten müssen!"
Vati
Richter weissagend über das Verhalten Maikis!!