There's a pain in my brain Confusion in my heart My blood's fit for bursting my body apart I'm gonna ride - ride the night into the morning sun("Resurrection", auf: "Live At Brixton Academy" von The Brian May Band)
Nudel hatte sich dieses Jahr eine Neuerung einfallen lassen. Dieses Mal gab es für die Ebersbacher auch einen Kasten. Und so wurden also keine Wimpel, sondern Bier getauscht. Auch für reichlich Kuchen war gesorgt. Das letzte Stück ging am Ende ans interessierte Publikum.
Zum Spielgeschehen: Nachdem Maria in Cappelle la Grande (Turnierseite) weilte und Johannes schulisch verhindert war, durfte Nudel an Brett 4 spielen. Schachfreund Brauer wählte gegen die französische Vorstoßvariante das Abspiel mit Db6, Ld7 und Lb5. Nudel willigte mit ihm aber bald in Friedensverhandlungen ein: Remis. Als er mit Nudel bei der Analyse war, meinte ich nur, dass ich das System etwas zweifelhaft finde. Aggressiv kam dann die Antwort, ich solle es ihm widerlegen. Darauf habe ich nur abgewunken und mich unter mein Handtuch zum Inhalieren begeben. Unsere Personalnot zwang uns, auch mich Kranken einzusetzen. Mein wiederholtes Inhalieren gab jedenfalls Anlass zu einigen Doping-Witzen.
An Brett 7 erzwang der Ebersbacher Mannschaftsleiter gegen einen widerspenstigen McSchwenke (neuerdings gerne "Maskottchen" genannt) durch Dauerschach/Zugwiederholung remis, nachdem seine Remisangebote angesichts des leichten schwarzen Vorteils durch den Minoritätsangriff abgelehnt wurden. Die beiden waren recht schnell mit ihrer Partie. Solange sie noch spielten waren sie von der Zugezahl dreimal so weit wie wir an Brett 2.
(Bei den weiteren Brettern bin ich mir über die Reihenfolge nicht ganz sicher.)
Gegen den Winawer-Franzosen spielte Flo an Brett 8 eine - soweit ich das gesehen habe - überzeugende Partie. Das Endspiel mit Mehrqualität ging schnell zu Ende. Machte einen starken Eindruck.
Weuni an Brett 6 wählte gegen Leipert fast wieder die gleiche Gambitvariante wie gegen Jena letztes Jahr. Nachdem dieses Mal aber kein Bauer verloren wurde, hatte er meines Erachtens etwas Vorteil, der sich aber in Zeitnot verflüchtigte und die Partie verflachte - auch remis.
An Brett 5 spielte Robby gegen Roman Bores wie in alten Zeiten. Ein ruhiger Italiener wurde unruhiger und führte irgendwie zu einem Endspiel mit zwei Springern gegen einen Springer, das trotz des etwas aktiveren weißen Königs sicher heimgebracht wurde.
In Geberlaune war wieder mal Guido an Brett 3. Auf Krücken humpelnd hatte er in einem interessantem Königsinder eine Qualle erobert und wohl wieder einmal Gewinnstellung. Aber es kam wie es kommen musste - verpatzt.
Sicher abgetragen wurde dagegen Miroslav Bores von Flash am Spitzenbrett. Ein schwächlicher Isolani wurde in ein vorteilhaftes Endspiel mit Turm und Läufer transferiert und später das Endspiel Turm und 2 Freibauern gegen Turm und Freibauer souverän zum Sieg gebracht. Flash vom Feinsten. Mannschaftssieg.
So blieb ich als letztes übrig. Nach dem 24.Zug hatte ich durch eine petite combinaison gegen Maiki ein gewonnenes Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern und 2 Mehrbauern. Bis dahin hatten wir in einer verrückten Eröffnungsvariante 3,5 Stunden gebraucht. In den ersten 15 Zügen habe ich dabei nur Springer und Bauern bewegt. Danach waren die Springer und die bisher gezogenen Bauern weg und ich musste auch mit anderen Figuren ziehen, die noch auf den Grundreihen ausharrten. Dafür hatte nur noch ich das Läuferpaar. Guido fand das alles - vor allem meine Neuerung 11.f3! - ziemlich abgefahren und abstrus, während der Partie jedoch fand ich das alles ganz normal, auch wenn meine diffusen Kenntnisse mit 7.Sh4 endeten. Allerdings habe ich mir dann bei der Verwertung Zeit gelassen (von der Zugzahl her) und einige schärfere (und schnellere) Varianten ausgelassen.[1] Nach 5 Stunden und 50 Minuten, 67 Zügen und 6 Inhalationsrunden war dann aber Schluss und ein überzeugender 5,5:2,5-Sieg zustande gebracht.
Geht doch! Der anschließenden Diskussion (Weuni: Wo gehen wir noch hin?) wurde aber durch die Schlaffheit[2] der Kranken und Krüppel und dadurch, dass sich Nudel quasi auf den direkten Weg nach Russland machte, wenig Raum gegeben.
he's a WHAT? he's a WHAT? he's a newspaper man and he gets his best ideas from a newspaper stand; from his boots to his pants to his comments and his rants he knows that any little article will do!("Dancing Choose", auf: "Dear Science" von TV On The Radio)
“Na, dann hoffen wir mal, dass Du heute nicht zur Doping-Probe
ausgelost wirst.”
(mehrfach)
“Wenn Ihr gegen unsere Schwachpunkte nur Remis macht, dann kann
das ja für Euch nichts werden.”
Nudel nach seiner "Partie"
Samstag abends im Wenzel
“Wer ist eigentlich der ältere von Euch beiden?”
Matthias L zu den Gebrüdern Bores
“Ich 45, Miroslav 35” Roman B. antwortet,
“37” Miroslav ergänzt!
Zumpe Roman ergänzt ebenfalls:
“Wir sind neun Haare auseinander!”
wobei er nicht den Ulli und sich meinte, sondern Fam. Bores.
Roman lief danach zu Hochform auf:
“3 Pilsen ist viel Gesund” sowie
“Rano povpresti vecera” Morgens ist besser [cleverer] als abends (frei übersetzt)
Nach der Partie im Auto Leipert: Christian Brauer wollte Roman in Nichts nachstehen:
“Früher hab ich das Ding immer eingeführt, aber jetzt im Alter
...”
[Brüllendes Gelächter im Auto]
Christian B über das Faden in die
Nadel einfädeln, da ihm morgens ein Knopf abriss.
“Mir näht keiner einen an, wenn mir zu Hause einer
abgeht.”
Christian B zum gleichen Thema, der Knopfabtrennung.
“Studentinnen können früh um neun nicht frisch aussehen und gut Schach spielen!”
meinen Sarah
und Maria aus Capelle la Grande