AEMAEM Mannschaftsberichte - Saison 2008/09 (9)

Too fast, too furious - Robert O auf dem Weg nach Leipzig

Oder wie Guido sich selbst des ML-Postens enthob

Damit Bolle nicht behaupten kann, wir würden unsere Siege nur unzureichend kommentieren, komme ich der Chronistenpflicht nach. Die Anreisen erfolgten vielgestaltig, ein Teil traf sich samstags in Leipzig, um die Mannschaftsaufstellung pünktlich abzugeben. Ein Viertel (eigentlich ein Achtel) sammelte in Dresden wertvolle "Erfahrungspunkte", um schnell nach Leipzig zu fahren, da die Leipziger Fraktion bestimmt wieder verschlafen würden. Man kennt halt seine Pappenheimer. Eine letzte Delegation sollte die Jagd auf Rochade aufnehmen: Eine fünf Minuten spätere Abfahrt als die eigentlichen Schnellfahrer ließ innerhalb des AEM-Teams völlig unnötige Zweifel ob der Pünktlichkeit des zweiten windelbandschen Autos aufkommen. Robert steuert zielsicher und zeitgenau den 10 Uhr Anpfiff an, nur Rochade war nicht einzuholen - sie machten gar noch fünf Minuten gut. Und so begannen die Partien mit einer beinah fehlerhaften Mannschaftsaufstellung von Aufbau Elbe. Guido Rothe, der auf seinen Krücken als erster in das Gohliser Sportforum stürmte (Forrest Gump lässt grüßen), wollte anscheinend unnötigen künftigen ML-Aufgaben aus dem Weg gehen, sich lieber einmal richtig blöd anstellen, anstatt immer wieder der Idiot zu sein, welcher...
Doch die Intervention durch den richtigen ML erfolgte gerade noch rechtzeitig, um den Schiedsrichter vor seinem bevorstehenden Einsatz zu schützen. Dennoch konnte nun die Partie noch nicht beginnen, zuerst wurde im Namen des Vereins WIM Maria Schöne zur Erringung des WIM-Titels gratuliert (An dieser Stelle wunderte sich der Schreiber dieser Zeilen, dass niemand dies bereits vorher im Forum tat - liest denn verdammt noch mal keiner die Nachrichten des Deutschen Schachbundes? Man will ja nicht immer der erste sein, der einen Eintrag tätigt!) Damit ist sie nach Sven Roy die zweite aktuelle Titelträgerin im Verein. Der Blumenstrauß sollte später noch Wunder wirken, bevor er, wie üblich, in Vergessenheit geriet.

Zum Kampf, Leipzig mit der Stammsieben plus Papa Beltz, immerhin ein ehemaliger Magdeburger. Mir scheint die halbe Oberliga hat mal in Magdeburg studiert. Floris Bekannschaft mit Papa Beltz bedeutete aber nur einseitiges Vergnügen. Flash kompensierte den Rückstand durch eine Partie, die Judith sicher keinen Spaß bereitete. Dafür wird sie sich im nächsten Jahr revanchieren - wie bei Robert, hähä. Als nächstes überließ unser Pechvogel der Saison abermals dem Gegner den Punkt. So ging es mit einem 1:2 Rückstand durch die Zeitnotphase, in der Maria irgendwie nicht den Totschläger, trotz eines Bauers der Marke Pfahl im Fleische, fand, Robert sehr viel Material für seine Dame einsammelte und meine Wenigkeit im verdammt trüben Wasser fischte. Nur Papa Beltz blickte durch und sah das Matt in zwei Zügen. Mir gelang es derweil einen Bauern der Marke Frei zu bilden, der Franzi das Leben noch sehr versauern sollte. Bereits zwei Züge nach dem Zeitnotgeblitze wurden alle nudelschen Blütenträume wahr und unter Turm(opfer)einsatz dem Bauern die Umwandlung ermöglicht. Etwa zeitgleich gewann auch Herr Rudolph, pardon, Paul sein Partie, wodurch sich zeigte, dass AEM nach den Gentlemen-Geschenken des Vorjahres dieses Mal nicht gewillt war, selbige erneut zu verteilen. Da nun sowohl Weuni, als auch Robert remis spielten, war der Mannschaftspunkt gesichert. Nur Maria mühte sich lange Zeit gegen die zwei Bauern weniger, bis Klemmi, anscheinend irritiert vom Blumenduft, die beidseitige Damenumwandlung zuließ. Bei seiner knappen Zeit (2 Minuten gegen 5 Minuten bei Maria) dem Dauerschach auszuweichen, erwies sich als unmöglich, und als zum (meiner Meinung nach) vierten Mal die gleiche Stellung erreicht war, ergab sich Klemmi genervt ins Unvermeidliche. Und wir standen plötzlich mit vollen Händen da. Dennoch reichte es wie am Morgen nicht, um Rochade zu überholen.

Nach dem anschließenden Essen nötigte mich Maria, es dem Robert vom Vormittag gleich zu tun und innerhalb einer Stunde legten wir die Strecke Leipzig-Bahnhof DD-Neustadt zurück, ohne abermals Erfahrungen zu sammeln.

Ein zufriedener Nudel

Sprüche

Aufstellung Gast
1.Andre
2.Schöne
3.Offinger
4.Rothe
5.Rudo...
Guido beim Abgeben der Mannschaftsaufstellung, bevor an jener Stelle ML Nudel einschritt, um Johannes den Einsatz zu ermöglichen.

"Guten Tag, Rothe!"
"Guten Tag, Rudolph!"
Vermuteter Dialog zwischen Guido und dem Schiedsrichter kurz vor der Teamaufstellung

“Du spielst ja eine Ivo-Gedenkpartie!”
Robert O zu ML Nudel

"Da ist Dir der Jens ja voll in die Vorbereitung gelaufen!"
"Wieso? Der spielt doch sonst e6!"
Flash überzeugt durch solide Kenntnis des Eröffnungsrepertoires seines längsten Mitstreiters *Schnief* und irritiert Franzi damit genau so wie ihren Gegner

"Wann seid ihr heute losgefahren?"
"8:40 Uhr!"
Robert befragte Wagi über die Abfahrt - folglich ist AEM zum ersten Mal später mit einem Auto losgefahren als Rochade (in der Nach-Quist-Ära - schönen Gruß nach Cambridge)!




© 2009, Nudel (Autor) und Robert O. (Verleger) auf den Seiten von AE Magdeburg
Last modified: Wed, Mar 18 10:48:45 2009
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