Es ist ein Glück,

liebe Leser, dass ich an dieser Stelle etwas zum Oberligapunktspiel gegen Löberitz schreiben darf. Obgleich ich lediglich ein Ersatzspieler der Mannschaft bin, wurde mir mit einem bedeutungsschwangeren „DU hast noch nie einen Artikel zum Punktspiel geschrieben!“ klargemacht, dass gerade ich derjenige bin, der die Ehre erhält einen groben Überblick zum Schachwochenende um den 30. Januar abzugeben. Und dabei hatte ich doch verloren. Ob es sich hierbei vielleicht um eine schreckliche Art der Bestrafung handelt, kann ich nicht beurteilen, aber wie dem auch sei, ich tu was ich kann...

... und das ist Nicht-vom-schach-schreiben. Ganz recht. Das kann ein gewisser Musti, seines Zeichens V-Mann bei der Volksstimme, wirklich besser als ich. Wer sich also für die Ergebnisse interessiert, und sonst auch ganz vernarrt in Tabellen sein sollte, möge bitte seine Artikel konsultieren. Die sind echt gut. Ganz im Gegensatz zu diesem Häufchen digitalen Elends hier. Mal ehrlich, was hab ich schon zu sagen? Aber vielleicht interessiert es sie, lieber Leser, was schon am Samstag geschah:

Es trug sich zu, dass ich am Samstag Abend einen Anruf von „Normen“ erhielt. Nun, bis dahin nicht so schlimm, nur kenn ich mehr dieser ominösen „Normans“ als manch anderen vielleicht lieb ist. In kürze stellte sich heraus, dass gleich neben ihm ein gewisser Reyk Schäfer saß und beide auf der A14 Richtung Magdeburg fuhren. Reyk am Steuer, der Herr Schütze daneben. Und dieser fragte: „Sollen wir dich abholen?“ Ich war völlig überfordert! Keine Ahnung, um was es denn überhaupt ging, versuchte ich zu verstehen. Ich wolle doch mit in den Bunker, wurde mir gesagt. (Sie wissen schon, „Bunker – Heyrothsberge – Spielespielen – gemütlich rumsitzen und so“) Komisch, denn davon wusste ich auch nichts. Comicgleich türmten sich Fragezeichen über meinem Kopf auf und ich war kurz davor nur noch nasale Laute von mir zu geben. Doch dann schallte es durch den Hörer „Nein, der andere Eric war gemeint.“ , sagte der Reyk. Also mein Namensvetter, der so gut mit dem Fussball und so. Aber schön, dass man mich trotzdem fragt.

Falls sie jetzt, lieber Leser, denken, ich hätte mich des abends noch vergnügt, so irren sie. Ich entschloss mich allerfeinste Konstruktionszeichnungen für’s Studium anzufertigen. Das macht Spass, ehrlich, und man ist ganz fix damit fertig...

Hust! Wo war ich, ach ja. Was dem Reyk da noch so passierte. Als dieser gen nachts Richtung Magdeburg fuhr (Übernachtung bei oben erwähnten Musti) fiel ihm so auf, dass sein Scheinwerferlicht nicht funktioniert. Nur Fernlicht und Standlicht. Tolle Wurst! Aber bevor man gesetzeswidrig nur mit Standlicht fährt, wurde ganz auf die Beleuchtung verzichtet. Wieso auch nicht. Doch wo ein Verkehrssünder ist, sind die Grünen (bald Blauen) nicht weit. Klar, Polizeistreife, angehalten, gefragt warum kein Licht an ist. Die Antwort war doch offensichtlich: „Weil’s nicht funktioniert!“ Aber da der Weg bis zur Wohnung eh nicht mehr so weit war, gaben sich die Beamten von ihrer Schokoladenseite und ließen den Kriminellen weiterfahren.

Jetzt mal ehrlich, das war doch ne tolle Geschichte. Viel besser als so eine Schachanekdote, wo ich in hunderten Sätzen umschreibe wie Spieler R gegen Spielerin S nach 10 Zügen oder so remis schiebt. Das will doch keiner lesen. Naja, vielleicht hätte ich’s mal besser getan, aber jetzt ist es eh zu spät. Der Artikel ist geschrieben und sie haben ihn gelesen. Selbst schuld. Sicherlich fällt ihnen jetzt eine ganze Menge schöner Dinge ein, die sie lieber getan hätten. Ein Eis Essen, nen Baum pflanzen, nen Haus bauen oder so. Aber so ist es halt.

Wie dem auch sei, ich habe meine Schuldigkeit getan und habe fertig.



© 2005, Junior (Autor) & Robert (Verleger) auf den Seiten von AE Magdeburg
Last modified: Mon May 1 05:17:36 2006
Valid XHTML 1.0