Hallo! Dieser Bericht wird weder lustig noch aufregend und schon gar nicht gehaltvoll. Auch sollten einige Leute diese kommenden Zeilen nicht 100%ig ernst nehmen. Warum dann also ein Bericht? Der Grund dafür war die lange Heimfahrt von Löberitz nach Essen und die mir stundenlang durch den Kopf gehenden gleichen Fakten oder Details. Also wollte ich einfach mal meine Gedanken rauslassen...
Vorbei die Zeiten als "Wir" unbeliebt waren!
Am Freitag Abend (meine Anreise) und die Woche über freute ich mich
schon auf das Wiedersehen mit meinen Schachkompanen. Nun, ich bin noch
nicht wirklich lange weg, um Sehnsucht zu haben, aber diesmal war es
schon etwas Besonderes: Mein erster Einsatz, von dem ich aus der Ferne
gerufen und auch gerne kommen wollte.
Die Gegner Löberitz und Chemnitz verhießen eigentlich nichts
Gutes. Aber wer mich kennt, weiß, dass es genau diese Gegner sind,
gegen die man mit besonderen Reiz und Ehrgeiz antritt.
Dachte ich zumindest! Mein Wille, etwas zu leisten, war groß.
Chemnitz und Löberitz hatten uns in bisher 6 Oberliga-Begegnungen zusammen genau .....
0 Mannschaftspunkte gegönnt.
Ein Grund mehr mal richtig "wütend" aufzutreten und zu zeigen, dass man nicht der nette Punktelieferant sein will. Gegen Bayern strengen sich doch auch alle immer besonders an!?
... damals, als ich noch einiges dafür tat, dass
AEM
gefürchtet war, die jungen Wilden sozusagen, stressiges Auftreten usw., usw., ... alles Geschichte von Gestern.
AEM von heute präsentiert sich lammfromm, immer in Geberlaune, wenn es um Mannschaftspunkte für diese beiden Spitzenclubs geht. Ein nettes Miteinander ist diese Runde mittlerweile, und gelacht wird auch trotz heftiger Klatschen viel.
So jedenfalls habe ich den größten Teil meines Teams erlebt. Ich sah
wenig Biss, wenig Engagement. Eine alte Damenklatschrunde hat bestimmt
genauso viel Spaß wie wir in Löberitz, mal abgesehen vom Ergebnis.
Man mag uns!
Nicht nur weil wir regelmäßig die Punkte dalassen, sondern auch weil
wir alles nette Burschen sind/oder geworden sind.
... damals, als ich noch einiges dafür tat (natürlich niemals in böser Absicht), dass wir nicht beliebt waren, das waren noch Zeiten. Wir schlugen in unseren Regionen auch mal Mannschaften, die deutlich stärker eingeschätzt waren als wir!
Diesmal sah ich nur zweimal so etwas wie Frust. Dabei hätte es
genügend Grund gegeben, öfters unzufrieden mit sich oder dem in
Löberitz vorgestellten Auftreten unseres Teams oder mit seiner eigenen
Leistung zu sein.
In der
Bildzeitung steht heute, dass Rudi Bommer (Trainer von
Duisburg) sagt:
"Uns fehlt ein Dreckskerl" und er wünscht sich Georg Koch zurück, der seine Leute öfters mal zurechtrückte.
AEM von heute ist lieb und zahm geworden. Die Gegner mögen uns. Wir sind beliebt von Ebersbach über Leipzig bis keine Ahnung wohin.
Zweimal Frust! Ja, das waren die Momente, als
Guido minutenlang
nichtsagend und genervt von seinem eigenen Patzer am Tisch saß und
nichts Wirkliches mehr von der Schachwelt wissen wollte und der
Dr. wütend
während der Partie
gegen Jogi auf
Toilette eilte.
Und vielleicht ein drittes mal ICH, als mich mein eigenes langweiliges
harmloses Schach gegen den Chemnitzer annervte. Warum fahre ich so
viele Kilometer, um dann so humorlos einfallslos zu spielen. Was
helfen da die Worte: "... ist doch nicht so schlimm"
Doch ist es! Wir haben keine Punkte. Das ist der Fakt. Und warum
fahren wir nach Löberitz!??
Um Freunde zu treffen und Spaß zu haben! Spaß war dann wohl auch
reichlich am Samstag Abend vorhanden. Es wurde gelacht, nett
gequatscht und allerlei andere Spielchen gemacht.
Wobei ich dazu sagen muss, dass ich das auch alles mitgemacht hätte,
wenn die Ergebnisse gestimmt hätten. Aus Löberitzer Sicht gibt es auch
gar keinen Grund, nicht eine nette Runde "anzuzetteln"! Immerhin holen
sie in toller Manier ihre Partien und damit die Punkte.
Das ist der wichtigste Grund, warum wir nach Löberitz fahren sollten!!
Zu den Einzelnen gibt es sonst nicht viel zu sagen. Ja, irgendwie kämpften auch alle. Einige verloren ihre ordentlichen Partien auch vielleicht etwas unglücklich. Aber nichtsdestotrotz steht am Ende "nur" das Ergebnis im Vordergrund. Und wenn man aus 16 Partien nur zwei Siege schafft (wobei der eine, meiner, eher schon als Pflichtpunkt angesehen werden muss), muss man sich nicht wundern, wenn es am Ende eng werden könnte.
Jetzt könnten einige sagen: Uns fehlt dieses Jahr ein "Effi", der uns stärker und kompakter macht, aber das lasse ich nicht gelten. Jeder wusste, worum es geht. Also könnte mehr Ernst in die Sache "Schachoberligaunterfangenlöberitz" gelegt werden. Das hätte ich erwartet und das ist meine Meinung. Wahrscheinlich bin ich da mal wieder in den Augen einiger zu überehrgeizig. Mir auch egal. Ich hab mich noch niemals der Anderen wegen verbogen.
Ulf:
„Did she have a husband?“
Guido: „Yes.“
Ulf: „Did she have a lover?“
Guido: „No.“
Ulf: „What a boring woman.“
Ulf: „Was it an unhappy accident?“
Dan-Peter (selber schon bei
einem anderen Brett aufpassend):
„Da an dem Brett ist ziemliche Zeitnot, da sollte man hin!“
Peter Görgens: „Ach, ne, die haben alles im Griff...“
(und liest weiter den letzten Band von Harry Potter)
Normi (zur Partie gegen Guido):
Brain wird die Stellung gehasst
haben.
Nudel: Wieso, er stand doch o.k.?
Normi: Ja, aber das war viel zu dynamisch für ihn!