AEMAEM Mannschaftsberichte - Saison 2007/08 (1)

Die Heimtrutz Olvenstedt

Traditionell geht der ML mit gutem Beispiel voran und schreibt den ersten Bericht der Saison, was er vor allem gern macht, wenn der Saisonauftakt geglückt ist.

Die Fakten:
Gegner: Lok Leipzig II
Spielstätte: AEM-Ausweichspiellokal in Olvenstedt
Ergebnis: 4,5:3,5

Da die Hermann-Gieseler-Hölle aus allen Nähten zu platzen drohte, verabredeten die Mannschaftskapitäne, dass die erste auf die Olvenstedter Trutzburg AEMs ausweicht. Grund dafür war die Überlegung, dass die Mannschaft mobiler und wegeskundiger ist. Auch wenn frAnk bei der Lokalbegutachtung sehnsüchtig in zurückliegenden heroischen Taten schwelgte, änderte es nichts daran, dass er mein Team für "findsicherer" hielt. Wir sind nämlich die geborenen Brieftauben.

Dies hatte zur Folge, dass wir uns wie zu einem Auswärtsspiel trafen: Treffpunkt 40min vorher an einer ausgemachten zentralen Stelle in der Stadt und gemeinsame Anfahrt. Um die Teams für die Strapazen der Anreise zu entschädigen, gab es von der Präsidentengattin Kaffee und Kuchen, der vor allem Schachfreund Braun so sehr schmeckte, dass er gar an unseren Schiedsrichterkosten partizipierte.

Der Spielverlauf war eine regelrechte Einbahnstraße. Auch wenn schnell drei Weißpartien (2x Robert, einmal Mc) im Remis endeten, mussten wir uns keine Sorgen machen. Susi stand gut, Gordon noch besser, ich fühlte mich noch wohl und bei Pavel war das Schicksal auch abzusehen. Vor der Zeitkontrolle kam dann die übliche Bewegung ins Spiel: Susan wiederholte in vielleicht besserer Stellung die Züge einmal zu oft - Remis. Der Spitzenmann am Spitzenbrett kämpfte mit zwei Mehrqualitäten gegen einen flauschigen Königsangriff, hielt aber stand, bzw. lief aber leider ins Dauerschach, weshalb auch hier nur ein halbes Pünktchen raus sprang, und meine Stellung kippte in Zeitnot mehr, als mir lieb war. Aber mit vielen Selbstvorwürfen und noch mehr Fortune gelang mir ein sehenswerter Kerker für den gegnerischen König, wodurch der Läufer und sein Mehrbauer auf sich allein gestellt und das Unentschieden an meinen Brett besiegelt waren.

Ja, und Guido Rothe spielte auch mit.

Nudel

PS: Danke an Goldie an dieser Stelle für ein schönes und interessantes Spiellokal.

Sprüche

„...So könnt ihr euch gern am Kaffee und Kuchen bedienen und als Danke schön vielleicht einen Mannschaftspunkt da lassen...“
ML Nudel bei der Begrüßung der Gegner vor dem Kampf

„Wer istīn das?“
Susi beim Anblick unseres neuen, vierten Brettes

„Lass uns doch 4:4 machen und ein Blitzturnier spielen.“
Unser Maskottchen, nachdem drei Bretter die Friedenspfeife geraucht hatten

„Da hätte ich auch in Ottersleben bleiben können!“
Guido, nachdem er feststellte, dass seine neue Mannschaft genauso schnell und genauso oft remis macht, wie seine alten Mitstreiter

„Ich hatte kurz gesehen, dass Römling Kan spielt. Aber Windel hatte ja geschrieben, dass die Leipziger wahrscheinlich aufrutschen müssen. Da hat mich das nicht weiter berührt. Und nun saß ich da, mit dem Zeug auf dem Brett.“
Guido über die präzisen Anweisungen seines ML

„Das Remis ist in Ordnung, ich hatte nicht das Gefühl, dass ich heute der bessere Spieler war.“
Frank Müller, selbstkritisch nach der Partie

„Der Kaffee war echt Gold wert!“
„Was meinst Du, warum ich den mitgebracht habe?“
Guido und Nudel im Dialog - Gut wenn man seine Mitspieler kennt (Ein Danke schön an Robert an dieser Stelle dafür, dass er mir immer Schokolade mitbringt!)

„Mensch, du hast die Leipziger echt eingelullt, mit deinem Kaffee und Kuchen und deiner Begrüßung!“
Mc beim Erkennen von rein zufälligen Begebenheiten, die weder geplant noch beabsichtigt waren

„Stellt Euch vor, alle drei Mannschaften hätten 4:4 gespielt!“
„Stellt Euch vor, alle drei Mannschaften hätten 1:7 verloren!“
Mc und Guido beim Was-Wäre-Wenn-Spielchen




© 2007, Nudel (Autor) und Robert O. (Verleger) auf den Seiten von AE Magdeburg
Last modified: Sat, Oct 13 12:16:45 2007
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