"Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen." (Laotse)
(und warum nur habe ich mich freiwillig zum Schreiben gemeldet?)
[...]
Mir fällt es gerade schwer, den Anfang zu finden (habe gerade zum dritten Mal die ersten fünf Zeilen gelöscht), darum beantworte ich jetzt einfach mal die W-Fragen.
Wer:
Flash, Nudel, Effi, Susi
Was: nach
Leipzig fahren
Wie: mit Auto
Wo: irgendwo in Braunbedra; Flash - Fahrersitz; Nudel -
Beifahrersitz; Verlierer des Tages - hinten
Wann:
Samstag, 26.11.2005, zwischen 19.00 und 20.00
Der Weg nach Leipzig führt uns dank einem kompetenten Beifahrer über Wege (das Wort Straße vermeide ich lieber), die Flash wohl kaum noch mal fahren würde. Vielleicht wollte Nudel uns mit der wunderbaren Naturstrecke beeindrucken, die wir jedoch aufgrund der um die Zeit völlig überraschenden Dunkelheit nicht sehen durften. Wie auch immer, alle Wege führen nach Leipzig, sodass wir irgendwann in der Stadt sind. Und auch die Prager Straße wird trotz vieler Umleitungen problemlos gefunden, sodass wir um 21.00 klingeln können. Franzi wartet auf uns und verzichtet sogar auf die Sportlerehrung, die am Abend stattfindet. Schnell wird der Tisch gedeckt; vor, während und nach dem Essen versucht man die OLO-A Seite zu aktualisieren, aber vergeblich. (mittlerweile wissen wir ja dank Robert O., dass es auch eine andere OLO-Seite gibt, und dank Riker, dass man da auch schneller Ergebnisse erfährt - siehe Forum) Nach dem Anruf aus Löberitz und dem Informationsaustausch wissen wir zumindest alles, was die Ergebnisse im Dorf angeht. Und auch Rikers Wunsch wird erfüllt - Flash hört sich Flesh von Billy Idol an. Was nun? Susi jammerte schon die ganze Zeit auf dem Hinweg, dass sie gegen Csulits spielen muss, der alle ihre Eröffnungen kennt. Doch wirklich Lust hat sie auch nicht, obwohl Flash noch ein paar Hinweise gibt. Nudel will zu einer Party, wo einige Bekannte aus Petersburg sein sollen, und zwar mit Fahrrad, damit der Rückweg nicht von der LVB abhängt. Es gibt aber einen Haken - das Fahrrad wurde nicht vorm Haus sondern auf einem öffentlichen Platz abgestellt. Darum soll Flash mit Franzi als Beifahrerin ihn zum Fahrrad hinfahren. Na gut, die drei sind los, Flash und Franzi wollen aber bald wieder da sein. Effi soll in der Zwischenzeit mit Susi was anschauen - daraus wird aber nicht wirklich was, dafür erfahre ich einiges über Susis Streitfälle mit den Verkäufern bei Ebay. Irgendwann ist Susi mit ihren Kräften am Ende und ist am Einschlafen.
Bald (60-90 Minuten später) kommen auch 2F - Flash scheint
an dem Wochenende besonderes Glück mit Beifahrern zu haben -
denn selbst sonst so zuverlässige Franzi versagt auf der
Rückfahrt. Aber man kann es ihr verzeihen, sie stand bestimmt
unter Schock - das Fahrrad war nicht da, wo es sein sollte -
Nudel musste doch die Bahn nehmen.
Flash schlägt es vor, Wizard mit drei Farben zu spielen (sein
Argument - "geht schneller, sind wir nach einer halben
Stunde fertig"). Doch dann ist Susi plötzlich hellwach und
will mitspielen. Na gut, wir erklären ihr das Spiel und dann
geht’s los. Es ist schon gegen Mitternacht und eigentlich hatte
niemand vor wirklich lange zu spielen. Aber erst nach 2 Stunden steht
der Sieger in einem spannenden Finale fest - Effi gewinnt am
Ende vor Susi, die für das erste Mal erstaunlich gut spielt.
Flash wird Dritter vor Franzi, für die zeitig zurückgekommener
Nudel die letzten Spiele übernimmt. So hat die AEM-Fraktion noch
7 Stunden bis Spielbeginn, Franzi - 8. Zeit zu schlafen.
Am Morgen trinke ich Kaffee als "einziger Erwachsene am Tisch"
(o-Ton Nudel, der selbst schon fast erwachsen ist - immerhin
trinkt er Kakao). An dieser Stelle vielen Dank an die Gastgeberin,
und nicht nur für den guten Kaffee. Da Flash und ich statt 7.00
erst 7.15 geweckt wurden, erfolgt der am Vortag für 7.45
angesetzter Start mit 20 Minuten Verspätung.
Für die Fahrt zum Spielort hat unser Beifahrer sich einen
anderen Weg als gestern Abend ausgedacht. Wir wollen ein Stück
auf der Autobahn fahren, die unser ML am Vortag auf einer Karte
gesehen haben soll, die aber nicht existiert. Tja, also doch
Landstraßen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich
glaube, wir fahren dann auch dank Jens noch einen kleinen Umweg, weil
Susi irgendwann anfängt alle 2 Minuten solche Sprüche wie
"mein Weg wäre schneller gewesen" und "Männer
und Autofahren" (was dann aber nicht nur dem Beifahrer galt)
abzulassen. Außerdem kann ich mich auch noch an eine Aussage
von Nudel erinnern: "9.10-9.15 sind wir da". In
Wirklichkeit kommen wir mit mehr als einer halben Stunde Verspätung
an.
Nach 2 Stunden steht es 1-1 - die beiden hinteren Bretter einigen
sich auf Remis. Mc kann sich über das Remisangebot vom Gegner
eher glücklich schätzen, er stand nicht gut. Michaels
Stellung soll ganz angenehm gewesen sein (ich habe nicht viel von den
anderen Brettern mitgekriegt, daher vertraue ich den Einschätzungen
der anderen), aber laut seiner eigenen Aussage hatte er keinen
wirklichen Plan und hatte das Gefühl, er könne die Stellung
relativ einfach versauen. Ich glaube, zu dem Zeitpunkt hat Doc schon
Qualle weniger (ich habe nicht gesehen, wie sie verloren ging, aber
irgendwie ziemlich schnell, denn als ich zum ersten Mal auf die
Stellung einen Blick geworfen habe, war sie schon weg), Flash und
Nudel stehen besser, die anderen Brettern noch nicht klar. Irgendwann
übersieht Robert einen Zwischenzug und verliert die Qualle. Dafür
hat Jens einen Bauern gewonnen, Flash war eher gezwungen einen zu
gewinnen, weil er einen starken gegnerischen Zug übersieht, und
nun zwar keine Probleme hat, aber bei ungleichfarbigen Läufern,
Dame und Turm nicht viel machen kann, weil der Gegner die schwarzen
Feldern und die wichtige Hauptdiagonale komplett beherrscht. Ich
stehe mittlerweile gut, habe allerdings noch 16 Minuten für die
nächsten 20 Züge, was zwar eigentlich viel ist, aber nur
ein Viertel davon beträgt, was mein Gegner noch übrig hat.
Am Ende gewinne ich aber doch relativ souverän, wobei es zu
einigen Ungenauigkeiten kommt. Aber man kann nicht alles wie Fritz
machen. Fast gleichzeitig macht Susi remis und Flashs Gegner stellt
eine Figur ein. So führen wir mit 3,5:1,5; wobei man Robert O.
und Doc es nicht wirklich zutraut, ihre Stellungen zu halten. Am Ende
sichert unser ML mit seinem dritten Sieg den knappen
Mannschaftserfolg 4,5:3,5.
Da das Auto von Doc immer noch da steht, wo wir es am Samstag gelassen haben, muss ein Teil von uns bei Rochade fahren und Jens wie immer beim Schiri. Für Flash heißt es, dass er einen neuen Beifahrer hat - Sven. Die Rückfahrt ist deutlich angenehmer als die Fahrt am Morgen mit relativ (für Flash) schnell genommenen Kurven, sodass man hinten nicht lange braucht, um einzuschlafen. Ab und zu wacht man auf, und kriegt, zum Beispiel, mit, dass Doc schon mal bei einem Bridgeturnier mitgemacht hat. (ich glaube sogar gewonnen, aber so ganz wach war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, und bin mir darum auch nicht sicher).
An der Stelle habe ich ungefähr vor einer Woche Schluss gemacht, da ich mich in der letzten Woche vor der Punkteintragung fürs 1.Halbjahr doch noch in einigen Fächern verbessern wollte. (der schlaue Leser wird sofort erkennen, dass der wahre Grund viel banaler war - ich war zu faul zu schreiben). Außerdem wollte ich mein Werk erst nachdem ich Docs Teil gelesen habe vollenden. Und er scheint beim Schreiben nicht so schnell wie beim Autofahren zu sein. Zwischendurch hat Robert O. auch mit "Gerüchteweise sprengt Effis Bericht die Speicherplatzbeschränkungen." die Erwartungen der Fans hochgeschraubt. Na ja, wäre nicht das erste Mal, dass ich sie enttäusche.
5 Tage sind vergangen, Roberts Bericht ist so gut, dass ich eigentlich meinen an einigen Stellen verbessern müsste, aber ich habe immer noch keine Lust, und es wird auch nicht mehr besser, da ich nicht daran denke, wie ich den Bericht schreibe, sondern wie ich den Bericht zu Ende schreibe. Und diese Einstellung wird sich jetzt auch nicht mehr ändern, sodass ich eigentlich den Schlusspunkt setzen kann. Trotz Gewissensbisse.
Ach und warum will ich es überhaupt besser machen? Denn schon Dali sagte:
"Have no fear of perfection - you'll never
reach it."
Und weil ein altes jüdisches Sprichwort besagt: "Worries go down better with soup than without.", gehe ich jetzt essen und FCB-HSV gucken.