AEMAEM Mannschaftsberichte - Saison 2006/07 (8)

"Und es gibt sie doch ..."

Wie hab´ ich mich über Nudel´s E-mail vom 13. März gefreut. Da hieß es doch:

Die Fakten:
Wir spielen am Sonntag in Plauen, 10 Uhr.
Aufstellung
Effi
Flash
ML Jens
Robert O
Rovert S
Dr Quist
Pavel
Susan

also die Creme de la Creme!

Alles ist "paletti" - die Zweite ist auch komplett und der heimischen Kuchenrunde in der HGH steht nichts im Wege. Denkste! Es kam der E-Mail-Schreck zum Freitag Mittag:

Hallo Florian,

aufgrund einer erneuten kurzfristigen Absage, wirst Du mit
dieser Mail abermals in die erste Mannschaft berufen!

Die zweite Mannschaft wollte mit voller Kraft gegen den Abstieg kämpfen und gewinnen, deshalb also keinen Spieler abgeben. Jetzt sollte ich der "Paste de la Salbe" aushelfen. Meine "Freude" hielt sich dieses Mal allerdings in Grenzen, denn was zog die Berufung mit sich?

Und was jetzt? -

Da spielt der Vinc an meiner Stelle in der III. Mannschaft und ich bin bei seiner Premiere nicht dabei!

Und da sollte ich mich freuen?

Doch dann dieser Hammer - ich soll schon wieder einen Bericht schreiben!?

Etwa bloß, weil ich letztens gesagt habe, dass ich Jugendsprecher werden wollen würde?

Die Betonung lag bei diesem Wort eindeutig auf "SPRECHER" - nicht Schreiber!

Da lässt sich nur eines feststellen:

A-Karte
"Es gibt sie doch - die A-Karte!"

Im letzten Jahr hieß es, der "Kleinste" soll mal was schreiben. Da hab´ ich mich in den vergangen 365 Tagen angestrengt und fast 20 cm in der Länge zugelegt, damit ich nicht wieder in die Verlegenheit gerate, als Schreiberling zu agieren. Nur der Robert Offinger und eventuell Pavel halten in der Länge noch mit - und nun?

Naja, es geht eben immer gegen die DÜNNEN - und dann soll´n sie dicker werden!

Susan hat wohl etwas vom Bericht geahnt und stand deshalb kurzfristig nicht zur Verfügung.

Aber nun genug geschimpft:

Es wurde also Sonntag Morgen und ich stand dank meines früh aufstehenden "Lieblings-Chauffeurs" pünktlich auf dem Kölner Platz, wo ich gemeinsam mit Flash und Pavel feststellen musst, wie kalt es in Deutschland ist.

Bald kam auch Effi, der mit uns auf den Doc wartete (bis 7.15 Uhr). Dank Pavel war das Auto zu Beginn der Fahrt richtig voll. Fünf Leute auf vier Plätzen, da konnte wenigstens keiner umfallen!

Laut Nudels Info sollten Robby, Robert O. und Nudel höchstpersönlich in Plauen zu uns stoßen. Diese Fahrgemeinschaft hat wohl während der Fahrt etwas mehr Konversation betrieben, so dass unser Nudel die richtige Ausfahrt verpasste und dann verträumt äußerte: "Da war schon ´ne Ausfahrt - ich habe gar keine gesehen!"

Das konnte uns nicht passieren, denn bei dem Tempo, das der Doc mit seinem Flitzer an den Tag legte, konnte nur fliegen schöner sein. Wahrscheinlich waren meine Augen wohl noch etwas müde, denn 210 km/h fährt ja kein Mensch mit voll beladenem Auto und fremden Beifahrern, oder doch - denn wir kennen uns ja?

Auf jeden Fall verging die Fahrt wie im Flug und so standen wir ca. 9.30 Uhr vor dem Plauener Spiellokal. Nudel hatte die Qual der Wahl - welchen der freien Parkplätze nehme ich denn nun? Nach drei Versuchen hatte er sich endlich entschieden und so konnten wir uns alle die Hände schütteln und ich mir die Taktik des Tages erklären lassen.

→ Der Plan: Jewgeni hat freie Hand gegen den Großmeister! Daher lautet der Plan wie folgt: 4 Punkte an den letzten sieben Brettern zu holen! 2 Punkte an den Brettern 2,3 und 4 und 2 Punkte an den letzten 4 Brettern. Wenn Effi dann noch vorn was holt - und das wird er! - haben wir gar gewonnen.

4 + 2 + 2 Punkte, das waren ja gleich acht Punkte plus Effi´s Ergebnis an Brett eins - das konnte doch nicht sein!

Während der Partien kam mir dann allmählich die Erleuchtung. Leider hatte ich noch mit der obigen "Taktik-Aufgabe" zu kämpfen und gar keine Zeit, mich auf meine Partie zu konzentrieren. So folgte ich Effi´s Vorbild und kam sogar bei einer Oberliga-Partie in Zeitnot und musste noch 15 Züge in Schnellschach-Manier spielen.

Irgendwie war mein Schnellschach wohl mal besser, oder die bisherigen Gegner waren nicht so gut, denn von Zug zu Zug wurde meine Stellung schlechter. So kam, was letztlich kommen musste - die NULL.

Pavel hatte vorgelegt und sich auf Remis geeinigt. Auch Effi steuerte ein Remis bei. Nudel hat sich mit seiner Form wieder mal den ganzen Punkt geangelt. Robert O. konnte ebenfalls ein Remis einfahren. Dr. Quist war wohl noch auf der Autobahn, hatte eine Figur mehr und hat in Zeitnot dann die Partie verworfen. Robert S. hatte nach ca. 15 Zügen einen Bauern mehr, tauschte dann die Springer und ging mit seinem Turm etwas andere Wege, so dass der Gegner sich eine Dame holen und die Partie gewinnen konnte. Nun konnte Flash das Ergebnis nur noch verschönern, denn weder Remis noch der von Nudel erhoffte Gewinn waren jetzt möglich. Aber auf Flash ist eben Verlass. Er kam sah, "verschaukelte" den Gegner in einer remisen Stellung und holte sich den Sieg.

Nudel ahnte wohl, dass mich das Ergebnis der dritten Mannschaft brennend interessierte und befragte kurzer Hand den "Telefon-Joker samoht". So konnnte ich erfahren, dass "meine" Mannschaft 5 - 3 gegen Eintracht Tangerhütte gewonnen hatte - welche Erleichterung. Die zweite Mannschaft in Bestbesetzung bekam mit 1,5 - 6,5 beim USV Halle eins auf die "Abstiegskampf-Mütze", und unsere vierte Mannschaft, mit meinem früh aufstehenden "Lieblings-Chauffeur" gewann gar mit 5 - 0 gegen TuS 1860 Magdeburg. Was für ein Tag ging da zu Ende?

fugi



© 2007, Florian (Autor) und Robert O. (Verleger) auf den Seiten von AE Magdeburg
Last modified: Wed Mar 21 08:46:45 2007
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