Die SG Aufbau Elbe Magdeburg ist am 13. und 14. Januar Gastgeber für die Mannschaften von König Tegel, Rotation Pankow und SV Salzgitter. In der Pokal-Zwischenrunde stehen insgesamt 32 Vierer-Teams: die 16 Sieger der Vorrunde vom 25. November 2006 plus 16 Vertreter aus der ersten Bundesliga. An acht Orten spielen jeweils vier Vereine in zwei KO-Runden die acht Teilnehmer der Endrunde aus. Die Samstagspaarungen werden kurz vor Wettkampfbeginn (14 Uhr) ausgelost. Am Sonntagvormittag folgt dann das Duell der beiden Sieger.
Aufbau Elbe wird in der
Magdeburger Jugendherberge
in der
Leiterstraße
als Gastgeber fungieren.
Schiedsrichter ist Dan-Peter Poetke aus Burg.
Nachfolgend sollen die vier in Magdeburg antretenden Teams kurz
vorgestellt werden.
(Erste Ergebnisse gab es im Forum,
der ausführliche Bericht
stammt wieder von Thomas Schwieger und
ML Jens Windelband.)

Schiedsrichter Dan-Peter Poetke
(Quelle: Reyk Schäfer, SG 1871
Löberitz)
Die Nordberliner haben letzte Saison den Aufstieg in die Bundesliga, die höchste deutsche Spielklasse, geschafft. Allerdings agieren sie dort als krasser Außenseiter, da keine Verstärkungen eingekauft wurden. Momentan rangiert König Tegel auf dem letzten Tabellenplatz. Aushängeschild des Vereins ist Großmeister Robert Rabiega, der schon mehrfach Deutscher Meister im Blitz- und Schnellschach wurde und 2000 die Deutsche Einzelmeisterschaft gewann. In dieser Saison hat Rabiega am Spitzenbrett von König Tegel eine Quote von 50 Prozent gegen absolute Weltklassegegner aufzuweisen. Die Titelträger Rene Stern sowie Mladen und Drazen Muse werden wohl das Team der Nordberliner komplettieren und zum Topfavoriten der Magdeburger Zwischenrunde machen.
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Foto (v.l.n.r.): GM Robert Rabiega, GM Mladen Muse, IM Drazen Muse und
FM Rainer Tomczak (Quelle: Berliner Schachverband)
Mit Rotation Pankow reist ein zweites Berliner Team in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Nach vier Spieltagen steht Rotation in der 2. Bundesliga Staffel Nord mit sechs Zählern auf dem dritten Tabellenplatz. Die stärksten Spieler sind FIDE-Meister Jörg Seils, Benjamin Dauth, Lars Neumeier und Detlef Bötzer. In der Vorrunde gelang ein knapper Sieg über die SG 1871 Löberitz aufgrund der besseren Berliner Wertung.
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Rotation Pankow beim Landes-Pokalsieg 2005 (Quelle: Galerie
bei Rotation Pankow)
Die Schachvereinigung Salzgitter ist in der Landesliga Niedersachsen aktiv und momentan Tabellenführer. Wichtigste Akteure sind FIDE-Meister Stefan Breuer, Fabian Müller, Andre Zeltwanger sowie Christian Höthe. In der ersten Runde der Deutschen Pokalmeisterschaft wurde der Oberligist Empor Erfurt klar mit 3:1 bezwungen.
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Foto vom Landespokal-Finale Salzgitter gegen Bad Salzdetfurth (v.l.n.r.): Thomas Sill, Heinrich Höxter, Gerald Wiege, Christian Höthe, Jürgen Schwetje, FM Stefan Breuer, Andre Wiege, Matthias Tonndorf, Andre Zeltwanger (Quelle: Andreas Klein, SVG)
Der Gastgeber liegt nach vier Spieltagen mit drei Zählern auf dem achten Platz der Oberliga. In der ersten Pokalrunde konnte ein souveräner 3:1-Erfolg über Bad Salzdetfurth errungen werden. Während FIDE-Meister Jevgeny Degtiarev und Robert Offinger den vollen Punkt erzielten, steuerten Gordon Andre und Markus Schwenke jeweils einen halben Zähler bei.
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Foto vom Landespokal-Finale Sachsen-Anhalt (v.l.n.r.): Herbert
Großmann, Jevgeny Degtiarev, Siegfried Kalkofen, Jens Windelband und
Gordon Andre (Quelle: Reyk Schäfer, SG 1871 Löberitz)
Liebe Schachfreunde,
mit Freude kann ich Euch verkünden,
dass uns die Ausrichtung der
diesjährigen Pokalzwischenrunde übertragen wurde. Als Gäste begrüßen
wir am 13.1.-14.1. Vereine aus Niedersachsen und Berlin, die
Schachvereinigung Salzgitter, Rotation Pankow und SK König
Tegel. Wobei mit letzteren sogar ein Vertreter der diesjährigen
Bundesliga den Weg nach Magdeburg auf sich nehmen wird. Daher stellt
dieses Wochenende, obgleich nicht für das ganz Schach-Sachsen-Anhalt,
so aber zumindest für Aufbau Elbe Magdeburg, das Saison-Highlight
dar.
"Was versprichst Du Dir von dem Wettkampf?" Eine Frage, die, wenn sie
mir auch nicht gestellt wurde, ich doch beantworten möchte. Zuerst
einmal spannende Duelle. Zwar sind die Favoritenrollen klar verteilt,
ich hoffe jedoch, dass der Pokal, seinen eigenen Gesetzen
gehorchend, für eine Überraschung sorgt und Salzgitter oder wir
in die Sonntagsrunde einziehen, ohne gegeneinander gespielt zu
haben. Und wenn es schon nicht zum Einzug reicht, dann wenigstens zu
einem spannenden Verlauf, der den Favoriten den Angstschweiß auf die
Stirn treibt und den Zuschauern etwas bietet.
Bei einem Blick auf die uns gegebenen Möglichkeiten verbreitet sich in
mir leichter Optimismus (und mein näheres Umfeld weiß, wie selten ich
zu Optimismus neige). Sollte ich alle meine Pferdchen an den Start
bekommen, können wir versuchen, an alte Pokal(nicht)erfolge
anzuknöpfen. Vor fünf Jahren schafften wir auf sportlichem Wege die
Qualifikation für das Viertelfinale, die uns aber am grünem Tisch
aberkannt wurde. Die Ausländerregelung brach uns hinterhältig das
Genick. Aber wir haben aus unseren Fehlern gelernt und werden uns
diesmal an die Regeln halten
. Gesetzt den Fall, dass ich aus dem
Vollen schöpfen kann - sowohl der Oberliga-Kader, die Spitzenspieler
der zweiten und dritten Mannschaft, sowie einige hoffnungsvolle
Nachwuchstalente stehen zur Verfügung - werde ich die Qual der Wahl
haben. Gern möchte ich an vergangene Januarerfolge anknüpfen
(4:4
gegen den Dresdner SC, wo wir an den ersten drei Brettern die halbe
Miete - 3 Punkte - einholten; Samstag, 24.01.2006.) Vermeiden hingegen
das Ergebnis des folgenden Tages, wo uns der SV Ebersbach unangenehm
auf den Boden der Tatsachen zurückholte (3:5 ohne jede Chance!). Ich
hoffe auf einen Rausch, bei dem der Kater diesmal ausbleibt.
Euch, liebe Schachfreunde, möchte ich auf diesem Wege recht herzlich
einladen und um Unterstützung bitten, wenn wir in der
Jugendherberge
die Mannschaften Berlins und Salzgitter erwarten. Spannende Kämpfe und
den Tüchtigen das nötige Quäntchen Glück wünscht sich