AEMAEM Mannschaftsberichte - Saison 2006/07 (1)

Wie lange habe ich auf diesen Tag warten müssen

Wie lange habe ich auf diesen Tag warten müssen. Ein Sieg gegen die Lokalrivalen. Endlich! Zwar gab es einen solchen schon mal, dies aber ohne meine gnädige Mithilfe. Als mein Team zum ersten Mal dieses Husarenstück schaffte, sonnte ich mich geraden unter der russischen Wintersonne. Demzufolge war es für mich heute der erste Sieg im 5. Anlauf. Hmmm, gegen Löberitz haben wir bisher auch noch nicht gewonnen, oder? Obwohl, wahrscheinlich brauchen wir wieder 5 Anläufe, das heißt, …, …, in der Saison 2009/2010 haben wir gute Chancen, Löberitz zu bezwingen. Mann, das baut auf.

Alles begann für mich wie immer: das obligatorische Abholen unseres Damenbrettes vom goldenem M. Danach wieder einmal am AMO-Kulturhaus umparken, weil die Parkplätze direkt vor der Tür kostenpflichtig sind. Etwas ungewöhnlicher war dann schon das Erscheinen unseres Robbys, den ich aufgrund seines langen Fehlens gar nicht recht erkennen wollte. Vielleicht benötige ich eine schärfere Brille? Nach und nach trotteten die weiteren Mitstreiter ein, nur Robert und Sven nahmen mal wieder das akademische Viertel für sich in Anspruch. Interessant, dass Robert und Jewgeni mit der gleichen (?) Umleitung Probleme hatten, obwohl sie aus unterschiedlichen Richtungen kamen. Als Neuling konnten wir neben Herrn Schlichthaar auch noch Dan-Peter Poetke in Person des Schiedsrichters auf der oberligischen Schachbühne begrüßen.

Der Mannschaftsplan (seit Weuni mit der Dritten erfolgreich Pläne schmiedet, fang ich auch damit an) sah vor, das Fehlen Wagis zu nutzen, um an den vorderen Brettern entscheidend in Vorteil zu kommen. Hinten war „Gegenhalten“ angesagt. Zwar hoffte ich noch auf ein Pünktchen gegen die Jugendspieler der Rochade, aber der sollte an anderer Stelle kommen. Susan machte den ersten Punkt für unser Team in der neuen Saison. Zusammen mit den weiteren guten Stellungen auf den Brettern konnten wir uns gute Hoffnungen machen. Dabei waren diese nicht immer der Vorbereitung zu verdanken. Jewgenis mögliche Neuerungen wurden durch Mikes Neuerung (im ersten Zug) vermieden. Da er aber laut Dschenja eine minderwertige Variante wählte, entwickelte sich bald ein Spiel auf ein Tor. Bei mir lief die Vorbereitung besser, denn schließlich kommt es selten vor, dass einem ein Mitspieler der gegnerischen Mannschaft gratuliert, bevor dessen Kollege aufgeben hat.

Da Robert (mit einem schuldbewussten Blick, der nur von Sascha Tarouchkin in jungen Jahren übertroffen wurde), Robby und Flash mit Remisen die Führung sicherten, konnte ich selbige ausbauen und damit den plötzlichen Verlust des letzten Brettes egalisieren. Aber auch Kritik muss an dieser Stelle geübt werden, Robert Offinger, Mannschaftsältester und notorischer Zuspät-Kommer einigte sich mit seinem Gegner Ralf Seibecke friedlich, ohne den Mannschaftsleiter zu fragen. So was kommt sonst eigentlich nur in der dritten Mannschaft vor!! Ts, ts.

Und so lag es an Jewgeni, den Mannschaftssieg perfekt zu machen, denn auf Svens Stellung wollte ich zu diesem Zeitpunkt keinen Pfifferling mehr setzen. Sven scheint aber erst aufzublühen, wenn er schlechter steht (-> siehe seine Partie gegen USV Halle II in der Vorsaison), und so kam er nach einigen interessanten Materialverteilungen (S+L gegen Turm, Qualle weniger, Figur gegen vier Bauern) doch noch zum Remis. Nicht schlecht. Damit sind wir mit zwei Mannschaftspunkten in die Saison gestartet, mit denen ich vor der Saison nicht unbedingt geplant hatte.

ML Nudel

Sprüche

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“
Hannibal vom A-Team und Nudel in Gedanken während seiner Partie

„Ich bin halt theoriefaul“
Susi über sich selbst, (aber auch über die gesamte Jugendabteilung von AEM wink)

„Warum hast Du mich nicht gefragt?“
„Na Socke gewinnt, David und Du, außerdem spielen Musti und Flori Remis, das macht 4 einhalb! Außerdem hättest Du eh „Nein!“ gesagt“
Schnix und Weuni im Dialog während des Kampfes AEM III – USC II.

„Mann, Robby ist aber groß geworden, und Susi habe ich das letzte Mal gesehen, als sie 10 war!“
Henrik „Bolle“ Bollmann zu Besuch als Edelfan.



© 2006, Nudel (Autor) & Robert O. (Verleger) auf den Seiten von AE Magdeburg
Last modified: Mon Oct 16 11:46:45 2006
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