apl. Prof. (i.R.) Dr. rer. nat. habil. Frank Werner

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Institut für Mathematische Optimierung


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Reise zum POMS Meeting in Miami Beach mit Kurztrip durch Florida im April 1997

Vom 9. April bis 17. April 1997 ging es für 8 Tage (bzw. genau 7 Tage Aufenthalt) nach Florida. Im Mittelpunkt stand die Teilnahme am 'Eighth Annual Meeting of the Production and Operations Management Society' im Westin Resort vom 12. bis 15. April in Miami Beach in Florida / USA. Die folgenden knapp 14 Jahre später eingescannten und kommentierten Bilder geben einen kleinen Einblick in die Reise.


Der Flug erfolgte mit Lufthansa von Berlin-Tegel mit direktem Überflug über Magdeburg (der Stadtpark und die ihn umgebebenden Elbarme waren wunderbar zu sehen) nach Frankfurt und dann weiter nach Miami. Für den Transatlantikflug nutzte Lufthansa eine schon etwas betagte 747-200 (siehe Bild). Auch ging es in Frankfurt bereits mit 1,5 Stunden Verspätung (und 101 Dalmatinern an Bord - ich meine den Film) los, da ein Abschnitt der Notbeleuchtung am Fussboden nicht funktionierte, und dann musste erstmal das Wartungsteam ran. Die Flugroute ging zunächst mal nach New York, wo man einen herrlichen Blick hinunter auf die Stadt hatte und dann entlang der Ostküste der USA nach Miami. Nach ca. 10 Stunden Flug und einer recht unsanften Landung - es war schon ein richtiger Bauchklatscher - habe ich dann mein Mietauto für die ganze Woche in Empfang genommen. Das Reisebüro hatte mir ursprünglich einen Flug empfohlen, der erst gegen 22.30 Uhr in Miami ankam, was bei der dortigen Kriminalitätsrate auch nicht so gut ist (Auszug aus Wikipedia: zwischen 1976 und 1981 gab es insgesamt 1665 Morde, und selbst im Jahr 2009 waren im Miami-Dade County z.B. 2341 Raubüberfälle, 4709 tätliche Angriffe auf Personen, 9219 Einbrüche und 4837 Autodiebstähle zu verzeichnen). Schliesslich musste ich, um zu meiner Unterkunft in Hallandale (knapp 20 Meilen vom Airport entfernt) zu kommen, durch ganz Miami und dann auch noch durch Miami Beach fahren (d.h. man wäre im Hotel erst nach Mitternacht), so dass ich den LH-Flug mit Ankunft am Nachmittag bevorzugt habe.


Da der Flugtarif einen Mindestaufenthalt von einer Woche erforderte, bleiben mir auch noch einige Tage zur Erkundung Floridas. Von Donnerstag früh bis zum Tagungsbeginn am Samstag Nachmittag war erstmal Zeit zum Reisen. Da ich unbedingt mal auf die Florida Keys wollte, habe ich gleich den ersten Tag dazu genutzt. Von Hallandale im Norden von Miami Beach bis nach Key West sind es immerhin so ca. 180 Meilen, also schon fast 300 km. Gerade angekommen in Key West goss es dann erstmal wie aus allen Kübeln, und ich befürchtete schon, dass ich nach mehreren Stunden Wartezeit im Auto ganz ohne Besichtigung wieder zurück musste, aber nach knapp einer Stunde hörte der Regen zunächst auf. Ganz egal wie man sich auch Key West vorstellt, es ist auf jeden Fall anders! Hier hat man einen Blick von der Duval Street auf eine Nebengasse im Zentrum.

In Key West liegt auch der 'Southernmost Point of Continental USA', von hier sind es nur noch ca. 90 Meilen bis Kuba. Eigentlich ist es eine ja recht hässliche Tonne und wenig spektakulär, aber trotzdem ein sehr beliebtes Fotomotiv für die Touristen.


Also warm war es ja in Key West, aber nach dem Regen hat man sich wie im Gewächshaus gefühlt, auf jeden Fall war die Luftfeuchtigkeit in der ganzen Woche meines Aufenthalts in Florida sehr hoch. Hier sieht man nochmals eine typische Strasse in Key West mit entsprechender Vegetation.


Danach ging es dann auf dem Overseas Highway wieder zurück Richtung Miami. Ein grosser Teil des Highways führt auf Stelzen durchs Meer, im Bild beim Eintritt in den Pigeon Key Historic District. Hier befindet sich auch die bekannte 'Seven Mile Bridge'.


Bei der Rückfahrt ist Key Largo mit dem John Pennekamp Coral Reef State Park (Korallenriffe) der letzte Ort auf den Keys, bevor es wieder aufs Festland geht. Hier wurde 1948 auch der bekannte Film 'Gangster in Key Largo' gedreht. Der Trip über die Keys ist auf jeden Fall sehr interessant, aber man sollte ihn nicht unbedingt während der Hurrican-Zeit (Herbst) unternehmen.


Den zweiten Tag (Freitag) bin ich dann über Florida City in die Everglades gefahren. Man sieht im Nationalpark sehr viele Tiere, die sich an die Besucher gewöhnt haben. Der Vogel wollte die Motorhaube meines Mietwagens (Chrysler Neon) gar nicht wieder verlassen. Im Übrigen waren nach verschiedenen 'tödlichen Attacken auf Touristen' insbesondere in den 90er Jahren in Florida aus Sicherheitsgründen die Mietwagen nicht mehr also solche zu erkennen: keine Aufkleber der Firma o.ä., und eine Seite über empfohlene Verhaltensweisen gab's auch gleich mit, z.B. auch tagsüber mit geschlossener Zentralverriegelung fahren (was inzwischen bei neuen Fahrzeugen ja automatisch geschieht) oder bei vorsätzlich provozierten Auffahrunfällen nicht aussteigen, nicht bei getürkten Pannen anhalten sondern aus 'sicherer Entfernung' den Notruf 911 wählen, und viele andere Dinge mehr.


Auf dem weiteren Weg nach Flamingo hat man viele 'Overlooks' mit entsprechenden Stegen durch die Everglades.


Ein zentraler Platz im Nationalpark ist das 'Royal Palm Interpretive Center' am Parkeingang, wo man wieder sehr viele Tiere in freier Wildbahn beobachten kann. Man geht da (ohne Zäune o. ä.) auch an einer Reihe von Alligatoren vorbei, z.T. auch noch deutlich näher als im Bild zu sehen (allerdings weiss man ja gerade von den noch gefährlicheren Salzwasserkrododilen, dass die wirklich alles fressen, was ihnen vors Maul kommt).


Meistens liegen die Alligatoren ja träge und desinteressiert da in der Sonne (wenn sie denn scheint). Aber ab und zu schwimmen sie dann auch mal. Hier sieht man den typischen Unterschied zu einem Krokodil. Während ein Krokodil einen spitzen Kopf hat, ist dieser beim Alligator eher rechteckig.


Auch am Royal Palm Center gab es dann wieder Natur- und Lehrpfade mit vielen Informationen über die Pflanzen- und Tierwelt der Everglades.


Am Nachmittag habe ich dann bei der Rückfahrt von den Everglades nochmals Halt in Miami Beach gemacht. Hier sieht man zunächst eine der Verbindungsbrücken zwischen Miami Beach und Miami (MacArthur Causeway) und im Hintergrund einen Teil von Downtown Miami.


Miami Vice lässt grüssen ... Hier hat man einen Blick auf den Ocean Drive im Art Deco Viertel mit vielen pastellfarbenen Häusern in Miami Beach. Insgesamt umfasst der Art Deco District ca. 960 historische Bauten.


Im Bild sieht man ein weiteres Hotel am Ocean Drive im Art Deco Viertel in South Beach. Auch wenn Miami Beach nicht die Kriminalitätsrate von Miami hat, ist es nicht so ganz ohne: z.B. wurde Versace drei Monate nach meinem Aufenthalt genau in dieser Strasse erschossen (und der aktuelle Kriminalitätsindex von Miami Beach hat laut Wikipedia nichtsdestotrotz knapp den dreifachen Wert des USA-Durchschnitts). Ich bin aber auch nach Mitternacht mal durch Miami Beach und den Ocean Drive (und auch nachts durch Miami) gefahren - und es hat keine Probleme gegeben.


Miami Beach hat auch eine Fussgängerzone: die Lincoln Road Mall. Die Strasse liegt etwas nördlich vom Art Deco District in South Beach. An dieser Stelle vielleicht mal ein paar Bemerkungen zum amerikanischen Essen: Man findet ja überall im Land riesige 'Food Courts', nur ist das Essen (bekanntermassen) eben ziemlich 'Fast Food'-orientiert, d.h. süss, fettig, kalorienhaltig und ungesund. Und die häufige Möglichkeit, für 5 oder 6 Dollar 'all you can eat' zu bekommen, spiegelt sich natürlich auf Dauer im BMI so manches/r Amerikaners/in wider.


Hier sieht man mal auf einen Strand so etwa auf halbem Weg zwischen Miami Beach und meinem Übernachtungsort Hallandale. Der Strand befindet sich so etwa in Sunny Isles. Wie man sieht ist der Strand ziemlich verlassen und die Palmen wedeln im Wind. Eigentlich bin ich auf meinen Reisen fast immer vom Wetter begünstigt, aber in diesem Fall war es eine der ganz wenigen Ausnahmen, von wegen Sonnenstaat: Recht viel Regen, wenigstens meistens nicht langanhaltend, wenig Sonne, die offiziellen Durchschnittstemperaturen von 28 Grad im April wurden auch nicht erreicht, obwohl es nicht wirklich kalt war.


Da am Sonnabend Nachmittag die Konferenz begann, hatte ich mir für den dritten Tag nur einen Halbtagsausflug vorgenommen. Früh gegen 6.30 Uhr goss es wiederum, so dass mich fragte, ob das Losfahren vom Hotel überhaupt Sinn macht. Ich habe mich für 'ja' entschieden (was wohl richtig war, denn ca. eine Stunde nach Abfahrt hörte der Starkregen plötzlich auf), und bin dann durch die Everglades über den Highway 41 (Tamiami Trail) nach Westen bis Everglades City mit einem Turm zur Beobachtung von Tieren bzw. bis nach Chokoloskee gefahren - beide Orte liegen dann schon mehr oder weniger am Golf von Mexiko. Auf der Rückfahrt kam ich dann auch wieder durch das Indianerdorf Miccosukee (Indian Village).


Das Bild entstand ein par Meilen weiter in Richtung Miami. Wie man dem Plakat rechts entnimmt ist hier u.a. ein Safari Park und eine Alligator Farm. Im Bild sieht man auch einige der typischen Boote, mit denen man (mit viel Lärm) Ausflüge durch die Everglades machen kann.


Am Sonntag war dann den ganzen Tag Konferenz. Ich hatte schon von 8.30 bis 10 Uhr eine Sitzung zu leiten. Ärgerlich war nur, dass das (fast) der einzige Tag der Woche mit Sonne war! Hier sieht man das Tagungshotel (Westin Resort) in Miami Beach.

Wie bereits gesagt hatte ich mich nicht für das recht teure Tagungshotel als Übernachtungsort entschieden, sondern für das Ramada Club Atlantic Resort in Hallandale Beach etwa 11 Meilen nördlich von Miami Beach. Es lag direkt am Strand, und meine Entscheidung war auf jeden Fall richtig! Auf dem Bild hat man einen Blick vom Eingang zu meinem Appartment (das sogar Platz für 4 Personen hatte) auf viele Palmen und das Meer im Hintergrund.


Natürlich hatte das Resort auch seinen eigenen Sandstrand mit Bar. Im Prinzip war der auch sehr schön, nur zum Wetter hatte ich mich ja schon geäussert, wenngleich hier am Sonntag Nachmittag immer noch die Sonne schien. Trotzdem war ich einige Male insbesondere auch vor dem Frühstück zum Schwimmen (das Wasser war ja warm). Da war ich meistens dann stets ganz allein und auch ohne Aufsicht, aber wegen der dort gelegentlich auftretenden Haie (ein Jahr zuvor in Atlantic Beach in North Carolina habe ich an einer Fishing Pier auch einen selbst gesehen, aber keinen weissen sondern einen noch recht kleinen 'Shark', der wohl ungefährlich war) bin ich dann eher parallel zum Strand geschwommen und nicht zu weit raus ins Meer.


Sonntag Abend war dann die übliche Tagungsexkursion angesetzt: eine 'Dinner Party Cruise' per Schiff - hört sich hochtrabender als es war. Da auf dem Schiff auch Glücksspiel betrieben wurde, was einen bestimmten Mindestabstand vom Festland erforderte, ging es lediglich möglichst weit raus und dann auf gleichem Weg zurück, so dass man kurz vor Mitternacht wieder im Port von Miami war (zu sehen gab es an diesem Abend kaum was). Da es beim Glücksspiel aber gelegentlich zu Meinungsverschiedenheiten über den Spielausgang kommen soll, wurden zuerst mal alle mitgebrachten Gegenstände gründlichst inspiziert, insbesondere Handtaschen von Frauen wurden penibelst nach Waffen durchsucht. Hier hat man einen Blick vom Schiff vor der Abfahrt auf Downtown Miami.


Montag Abend hatte ich dann noch eine Sitzung zu leiten und auch meinen Vortrag zu halten. Dienstag Mittag war die Tagung zu Ende. Danach ging es nochmal per Auto nach Miami in den Bicentennial und den Bayfront Park sowie das Bayside Visitor Center/Bayside Marketplace mit Miamarina. Hier sieht man links im Hintergrund das bekannte Hard Rock Cafe in Miami.


Im Bild ist eine zentrale Strasse von Downtown Miami zu sehen. Da man gerade einen Werbespot o.ä. auf Inlineskates drehen wollte, wurde kurzerhand mal der Verkehr gestoppt. Links sieht man ein Polizeiauto, ein solches war im Zentrum auch tagsüber in praktisch jedem Strassenblock irgendwo zu sehen. Soviel Polizeipräsenz habe ich in noch keiner anderen Stadt erlebt ...


Bevor es am Nachmittag des 16. April wieder zurück ging, hatte ich am Mittwoch noch einen halben Tag Zeit. Ich bin dann den Küstenabschnitt in Richtung Norden gefahren. Das Bild entstand in Hollywood - aber nicht in dem kalifornischen! Weiter ging es dann über Fort Lauderdale, Lauderdale-by-the-Sea bis Pompano Beach und von dort zurück zum Miami International Airport. Mit viel Rückenwind ging es dann in einer recht kurzen Nacht zum 17. April auf direktem Weg über die Bermudas in knapp 8,5 Stunden nach Frankfurt und danach weiter nach Berlin-Tegel (diesmal aber nicht über Magdeburg).

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Impressum Last updated: 16 Jan 2011