apl. Prof. Dr. Frank Werner

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Institut für Mathematische Optimierung


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Rundreise durch den Westen der USA mit dem Mietwagen
vom 10.2. bis 25.2.2001

In der Winterpause ging es für 2 Wochen in die USA. Obwohl es schon meine 7. USA-Reise war, stand diesmal ein ganz besonderes Programm mit vielen Highlights an. Die individuell zusammengestellte Strecke führte über 6500 km mit dem Mietauto durch Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada. Zunächst ging es mit Lufthansa von Hannover über München nach San Francisco. Dort war dann Start- und Zielpunkt der Rundreise. Die folgenden Bilder geben einen kleinen Einblick in die Reise.


Nach mehr als 12 Stunden Flug (plus längerer Warteschleife) war dann gleich noch eine kurze abendliche Stadtrundfahrt durch San Francisco angesagt (hauptsächlich mit dem Auto - wegen der Flugverspätung und der Jahreszeit war es ohnehin schon dunkel, aber man wollte das Zentrum ja auch mal bei Nacht sehen). Nach einer Übernachtung im Days Inn in Daly City (das ist ein Vorort im Süden von San Francisco so etwa auf halbem Weg zwischen Airport und Downtown) gab es dann am nächsten Tag erstmal eine umfangreichere Stadtbesichtigung. An den Endstellen sind die Cable Cars auch mal leer.



Am Pier 39 (daneben legen z.B. die Boote nach Alcatraz ab) am Fisherman's Wharf in San Francisco. Früher war der Wharf vor allem Pier für Frachtschiffe, heute mehr Shopping Center für Touristen. Nach dem Mittagessen in Chinatown, dem Aussichtspunkt auf dem Telegraph Hill (Coit Tower) und einigen anderen Sehenswürdigkeiten ging es dann in die 'Golden Gate Recreation Area'.



Mein persönliches Lieblingsbild von der 2,7 km langen Golden Gate Bridge - ich bin auch mal einige Meter zu Fuss draufgewesen. Endlich hatten sich auch die kurzen Regenschauer verzogen, die Sonne kam durch, obwohl die Temperaturen nur wenig über 10 Grad lagen.



Blick auf die Insel Alcatraz, aufgenommen von der Hyde Street auf dem 'Russian Hill' nahe des berühmten kurvigen Abschnitts der Lombard Street (ist eine der Querstrassen - man kennt diesen blumengeschmückten und sehr steilen Abschnitt von vielen Postkarten oder Bildbänden). Es empfiehlt sich auch, nicht die ganze Stadtbesichtigung zu Fuss zu absolvieren, denn es geht doch regelmässig 'up and down'.



Blick von den Twin Peaks (922 ft bzw. 281 m) auf Downtown San Francisco. Dieser wunderbare Aussichtspunkt befindet sich im Süden in der 'Twin Peaks Natural Area'. Im Hintergrund sieht man halbrechts die Oakland Bay Bridge (die zweiteilige Brücke ist mit insgesamt 8,3 km wesentlich länger als die Golden Gate).



Auf dem Highway 1 an der Pazifikküste nach Süden, hier südlich von Big Sur - der Blick auf dem Bild geht aber zurück nach Norden. Die Fahrt über den Highway 1 ist ein echtes Highlight: Von San Francisco ging es über Santa Cruz (Übernachtung), Monterey, Lompoc (Übernachtung), Santa Barbara, Malibu, Santa Monica, Los Angeles mit Hollywood, Anaheim (Übernachtung am Eingang von Disneyland) bis nach Oceanside kurz vor San Diego (und dann in Richtung Wüste im Landesinneren).



Einer der noblen Wohnorte in der Wüste: Palm Springs (einer der anderen Nobelorte gleich nebenan ist Indian Wells). Obwohl es Februar war, lagen die Temperaturen hier nahe 25 Grad.



Im Joshua Tree National Park. Hinsichtlich der Temperaturen war es immer noch frühlingshaft oder sogar etwas mehr. Die nächste Übernachtung erfolgte im Edgewater in Laughlin in Nevada: Riesenspielhalle mit angeschlossenem Hotel (daher recht preisgünstig, wenn man die eingesparten Dollars nicht im Spielsalon umsetzt). Dann ging es weiter nach Arizona, zumindestes teilweise über die alte Route 66.



Wieder mal am Grand Canyon in Arizona - aber diesmal bei bestem Wetter sogar an beiden Tagen (eine Zwischenübernachtung erfolgte in Williams). Drei Jahre zuvor waren Nebel und Schneefall Ende März. Weiter ging es über den Little Grand Canyon (beim Wandern durchs Gelände dort hat uns noch eine freundliche Amerikanerin darauf hingewiesen, auf Klapperschlangen zu achten), Tuba City und Kayenta Richtung Utah.



Im Monument Valley in Utah (nahe der Grenze zu Arizona). Man kennt es ja aus zahlreichen Filmen und Werbespots. Auch wenn man es nicht erwartet, das Monument Valley liegt ja bereits auf ca. 1900 m Höhe. Die Übernachtung erfolgte in Mexican Hat (88 Einwohner). Danach ging es den Highway 261 gen Norden mit einem Abstecher zum Muley Point Overview.



Bei den Natural Bridges (Utah) - neben meiner linken Hand ist eine zu sehen. Eigentlich war ich ja noch gefragt wurden, ob man den Umweg zum Arches National Park noch mitnehmen kann, wer kennt ich nicht von zahlreichen USA Bildbänden, den Delicate Arch. Nur das war dann trotz meiner üblicherweise sehr langen Tagesetappen nicht machbar, zumal das Erreichen der Highlights bei den Arches einige Zeit erfordert (ich war drei Jahre zuvor schon mal da - aber der Park ist auf jeden Fall sehr sehenswert!).



Am Colorado River in der Glen Canyon Region (Utah) auf dem Highway 95. Dort ging es bis Hanksville, dann den Highway 24 über den Capitol Reef National Park bis Torrey und schliesslich den Highway 12 nach Südwesten. Es war eine recht lange Tagesetappe durch sehr dünn besiedeltes Gebiet.



Wieder mal am Bryce Canyon - erneut bei bestem Wetter: viel Sonne, aber recht kalt. Immerhin liegt der Bryce Canyon bis zu 2700 m hoch. Zu allem Überfluss hatte sich nachts auch noch die Heizung im Motel nahe des Eingangs zum Canyon regelmässig immer nach ein paar Minuten ausgestellt. Weiter ging es den Highway 89 in Richtung Südwesten zur Mt. Carmel Junction und dann den Highway 9 nach Westen.



Im Zion National Park, jetzt gab es endlich wieder höhere Temperaturen. Nach Besichtigung einiger Highlights im Park ging es dann die Interstate 15 in Richtung Las Vegas.



In Las Vegas bei Nacht (vor dem Denkmal von Siegfried und Roy)



Und nach einer Übernachtung in Las Vegas am Tag (es gibt da ja fast alles: Pyramiden, Eiffelturm, Freiheitsstatue usw.) Weiter ging es dann zum Death Valley (mit Badwater als tiefstem Punkt der Reise: 86 m unter dem Meeresspiegel gelegen), aber im Februar sind die Temperatur nicht sonderlich hoch - es waren so etwa 10 bis 12 Grad. Von dort ging die Reise nach Lone Pine (Übernachtung in einem sehr schönen Best Western Motel am Fusse des höchsten Berges der USA ausserhalb Alaskas - dem 14494 ft bzw. 4418 m hohen Mount Whitney am Rande des Sequoia Nationalparks) und dann auf dem Highway 395 weiter Richtung Norden.



Am Mono Lake (der Geruch am See hat so was von Chemieunterricht in der Schule - alkalischer Salzsee auf 1950 m Höhe)



In Incline Village am Lake Tahoe bei der Ponderosa Ranch: Drehort der Fernsehserie Bonanza. Der See liegt mit 1900 m bereits sehr hoch (dementsprechend kalt war es da oben) und ist auch einer der tiefsten der USA mit bis zu 500 m Tiefe. So gab es dann Mitte Februar auch jede Menge Schnee im Ort. Die Übernachtung erfolgte in South Lake Tahoe (aber diesmal in einem sehr gut beheizten Motel).



Eigentlich wurde der zurückkommende Winter schon per Hinweisschild angekündigt: 'Chains required ahead'. Das Bild entstand nahe des Olympiaortes Squaw Valley bei der Einreise von Nevada nach Kalifornien. Die leichten Schneeflocken erwiesen sich dann aber doch als der Beginn eines sehr ernsthaften (!) Wintereinbruchs: Interstate 80 am Pass Donner Summit über 2200 m zeitweise geschlossen, Schneefälle fast ohne Ende, immer schneller zufrierende Frontscheiben (irgendwann musste dann jeder mal an den Strassenrand, um die Frontscheibe zu enteisen, wobei 'Strassenrand' was sehr Relatives war), extreme Strassenverhätnisse (ein Amerikaner vor mir drehte gleich mehrere Pirouetten mit seinem Auto - geplant war das wohl so nicht ...). Nach dem Überqueren des Passes am Hauptkamm der Sierra Nevada wurde das Wetter auf der Westseite gar noch schlechter (erst viel später habe ich erfahren, dass hier durchschnittlich 18 m Schnee pro Winter fällt). Bei der ersten Abfahrt gab es zwei Alternativen: auf der mehrspurigen und vielbefahrenen I 80 mit widrigen Verhältnissen bleiben oder auf den (vermutlich) weniger befahrenen und kleineren, aber dafür eventuell noch mehr verschneiten Highway 20 auszuweichen. Spontan ist die Entscheidung zugunsten von Variante 2 gefallen, was sich insgesamt als recht gute Entscheidung erwiesen hat. Jedenfalls haben sich die Sommerreifen des Mietautos (Chevrolet) sehr gut geschlagen (und Schneeketten hatte das Mietauto natürlich auch nicht, um auf das Hinweisschild zurückzukommen).



Über Yuba City und Ukiah (Übernachtung) ging es weiter an die Pazifikküste, endlich auch bei besserem Wetter. Im Bild hat man einen Blick auf den bekannten Ort Mendocino (hat aber nur ca. 800 Einwohner). Danach ging es dann den Highway 1 wieder gen Süden.



Beim Eingang in das Muir Woods National Monument mit riesigen Redwoodbäumen nördlich von San Francisco. Schliesslich ging es nach der letzten Übernachtung in Novato dann am nächsten Morgen per Auto über die Golden Gate wieder nach San Francisco und nach Aufenthalten im Lincoln Park sowie im Golden Gate Park mit einem A 340 zurück nach Deutschland.


Fazit:

Eine zweiwöchige Reise mit toller Natur und sehr vielen verschiedenenartigen Höhepunkten. Das Wetter rangierte von frühsommerlich (z.B. im Joshua Tree National Park) bis allertiefsten Winter (Lake Tahoe Region). Das für den Sommer ausgerüstete Mietauto hat seine Bewährungsprobe glänzend bestanden (hervorzuheben ist auch, dass ein Verbauch von knapp 7 l auf 100 km für ein amerikanisches Automatikauto recht gut ist, noch dazu bei z.T. winterlichen Strecken).

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Impressum Last updated: 07 Aug 2005